Die Malerin Daniela A. Schur und die Leuchttürme: Die Malerin kehrt nach Föhr zurück.
Ein Turm, ein Horizont, sonst wenig: Daniela Anett Schur reduziert ihre Bilder konsequent auf das Bauwerk und sein Licht. Ab dem 18. Oktober sind ihre Leuchttürme wieder auf Föhr zu sehen, im Dörpshus Nieblum – dort, wo für sie vieles begann.
Dass sie diesen Weg gehen würde, war lange nicht ausgemacht. Schur kam aus der Wirtschaftsprüfung, aus einer Welt der Zahlen, in der, wie sie einmal sagte, „der Kopf sich über das Gefühl gestellt“ hatte. Erst eine schwere Erkrankung stellte ihr Leben auf den Kopf – und richtete es zugleich neu aus. In einem Nordseeurlaub meldete sie sich spontan zu einem Ateliermalkurs an und entdeckte die Malerei wieder. Zuerst kamen die Landschaften, dann die Leuchttürme. Eine Faszination, die sie bis heute nicht loslässt.
Ihre Bilder entstehen in Mischtechnik: Acryl, Gips, Spachtelmasse auf Leinwand. Es gibt Türme in fein abgestimmter Farbigkeit, so realistisch wie möglich, und daneben das plakative Weiß, dem Schur eine ganz eigene Ausstrahlung zuschreibt. Inspiration findet sie im Reisen, in der Ruhe, in der Natur – und in der klassischen Musik, die für sie untrennbar mit der Malerei verbunden ist.
Kraftfelder am Meer
Darin liegt womöglich die Wirkung dieser Arbeiten. Leuchttürme sind für die Künstlerin mehr als das Spiel von „Licht an“ und „Licht aus“. Sie sind Symbole von Kraft und Freiheit – und der Möglichkeit, den Kurs jederzeit zu korrigieren. Eine Erfahrung, die sie selbst gemacht hat. Die Reaktionen der Besucher erzählen davon: Seeleute, die von ihren Fahrten berichten; ein älterer Herr, der ihr auf Föhr einen handgeschriebenen Brief überreichte; eine Frau, die eine handgemalte Karte als Lichtblick an ihre schwer erkrankte Nichte weitergeben wollte. Nach Stationen in der EU-Kommission in Brüssel, auf Sylt, in Hamburg, Dubai, Miami, Estland und der Schweiz kehrt Daniela A. Schur dorthin zurück, wo vieles begann: nach Föhr. Eine Einladung, die Künstlerin auf ihrer Reise zu den schönsten Plätzen am Meer zu begleiten.
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| Daniela A. Schur – DAS Art | Dörpshus Nieblum, Föhr Poststrat 2, 25938 Nieblum |
| 18. Oktober – 1. November 2026 | Weitere Informationen |
Das Wichtigste in Kürze
- Reduktion auf Turm, Horizont, Licht
- Mischtechnik mit markanter Farbspannung
- Leuchttürme als Symbole von Kraft und Freiheit
Leuchttürme (Lighthouses) at the Dörpshus in Nieblum
Daniela Anett Schur returns to Föhr with her lighthouse paintings. A tower, a horizon, little else: her works reduce everything to the structure and its light. From October 18, they will be shown in the Dörpshus Nieblum, the place where much began for her. Schur once worked in auditing, a world of numbers in which, as she said, “the head stood above the feeling.” A serious illness changed her life and opened a new path. During a North Sea holiday, she joined a painting course and rediscovered art. Landscapes came first, then lighthouses – a fascination that endures.
Her paintings use mixed media: acrylic, gypsum, and filler on canvas. Some towers appear in finely tuned realism, others in striking white, which she sees as having its own radiance. She draws inspiration from travel, quiet, nature, and classical music.
For her, lighthouses symbolize strength and freedom – and the possibility of correcting one’s course. Visitors respond intensely: sailors share stories, an elderly man handed her a letter, and a woman passed on a hand‑painted card to her seriously ill niece. After stations in Brussels, Sylt, Hamburg, Dubai, Miami, Estonia, and Switzerland, Schur now returns to Föhr.

