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„Meine Hallig Hooge“ – Jan Keiths Nordsee-Kolumnen

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Buch Literatur

Eine Hallig, viele Geschichten: Jan Keiths Kolumnen voller Charme. Von Barbara Hoppe.

Wer glaubt, die Hallig Hooge sei nur ein windumtoster Flecken im nordfriesischen Wattenmeer, dem sei Jan Keiths Buch Meine Hallig Hooge ans Herz gelegt. Mit feinem Gespür für Atmosphäre und einem liebevollen Blick auf das Alltägliche entführt der Autor seine Leser in eine Welt, die zwischen Himmel und Meer zu schweben scheint.

Jugendfreizeit mit Nachhall

Keiths Beziehung zur Hallig reicht weit zurück. Acht Mal je eine Woche im Herbst verbrachte er dort zwischen seinem 10. und 17. Lebensjahr Ferien mit der Musikschule Köln – eine prägende Zeit, die sich nun in seinen Kolumnen widerspiegelt. Sie entstanden zwischen 2018 und 2024, als er, inzwischen Journalist, für jede Ausgabe der Zeitschrift mare auf die Hallig fuhr – 30 Jahre, nachdem er seine letzten Ferien dort verbracht hatte. In jeder Episode widmet er sich einem Thema, z.B. der Liebe, dem Kino, den Zugezogenen oder auch der Frage, warum die Hooger lieber nicht in der Nordsee baden. 37 Folgen sind es geworden. Kleine, persönliche Geschichten, warmherzig und neugierig machend.

Jan Keith Meine Hallig Hooge
Cover: mare Verlag

Zwischen Wind und Weite

Keith schreibt mit leichter Hand, seine Texte sind voller Empathie, Humor und einem tiefen Verständnis für die Eigenheiten der Inselbewohner. Dabei gelingt ihm das Kunststück, die Hallig nicht zu verklären, sondern in ihrer rauen Schönheit und Eigenwilligkeit zu zeigen. Wer liest, möchte sofort in seine Gummistiefel steigen und sich selbst auf den Weg machen – nicht als Tourist, sondern als stiller Beobachter.

Bei Verwendung des Textes bitte Quelle angeben bzw. verlinken.

Jan KeithMeine Hallig Hooge
mare Verlag,
Hamburg 2025
bei amazon
bei Thalia

Das Wichtigste in Kürze:

  • Atmosphärische Miniaturen von der Hallig Hooge
  • Authentischer Blick eines langjährigen Inselkenners
  • Feinsinnige Kolumnen über Leben zwischen Himmel und Meer

„Meine Hallig Hooge“ (“My Hallig Hooge”): Jan Keith’s North Sea columns

Anyone who thinks that the Hallig Hooge is nothing more than a windswept speck in the North Frisian Wadden Sea should be sure to pick up Jan Keith’s book Meine Hallig Hooge. With a fine sense for atmosphere and a loving eye for the everyday, the author transports his readers into a world that seems to float between sky and sea.

Youth retreat with an echo

Keith’s relationship with the Hallig goes back a long way. Eight times, he spent a week there in autumn between the ages of 10 and 17, on holidays with the Cologne School of Music – a formative period that now resonates in his columns. They were written between 2018 and 2024, when he, by then a journalist, travelled to the Hallig for each issue of the magazine mare – 30 years after he had last spent his holidays there. In each episode he devotes himself to a theme, for example love, cinema, newcomers, or the question of why the people of Hooge prefer not to swim in the North Sea. The result is 37 instalments: small, personal stories, warm-hearted and full of curiosity.

Between wind and wide open spaces

Keith writes with a light touch; his texts are full of empathy, humour, and a deep understanding of the islanders’ quirks. At the same time, he manages the feat of not romanticising the Hallig, but showing it in all its rugged beauty and idiosyncrasy. Anyone who reads these pieces will immediately want to pull on their rubber boots and set off themselves – not as a tourist, but as a quiet observer.

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