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Ausstellung

Feuilletonscout empfiehlt ... die Kaisergruft (Kapuzinergruft) in Wien

!Tipp: Die Kaisergruft (Kapuzinergruft) in Wien

 Rezension von Barbara Hoppe

Feuilletonscout empfiehlt ... die Kaisergruft (Kapuzinergruft) in Wien
Detail vom Sarkophag von Karl VI., 1685 – 1740, Kaiser, Sohn Leopolds I., Vater der Kaiserin Maria Theresia / © Feuilletonscout

An diesem Ort liegen sie alle, seit Kaiserin Anna hier 1618 zur letzten Ruhe gebettet wurde, gefolgt von ihrem Mann Matthias ein Jahr später: In der Kapuzinergruft im Herzen der Wiener Altstadt, mitten im ersten Bezirk, versammeln sich nach ihrem Tod die Persönlichkeiten des Hauses Habsburg und Habsburg-Lothringen. Zuletzt fand Kronprinz Otto, Sohn von Kaiser Karl I. und Kaiserin Zitat, 2011 Eingang in die Kaisergruft, wo die Gebeine der Adeligen bestattet sind. Die Herzen kamen, aufbewahrt in silbernen Bechern, in die Herzlgruft von St. Augustin, die Eingeweide wurden in kupfernen Urnen in der Herzogsgruft zu St. Stephan beigesetzt.

Wer also die Wiener Gruft betritt, besucht einen Friedhof. Aber was für einen! Seite an Seite stehen prächtige Sarkophage, reich verziert, das Leben und Wirken des Verstorbenen widerspiegelnd, die Symbolik des Todes aufgreifend, die Pracht des Weiterlesen »!Tipp: Die Kaisergruft (Kapuzinergruft) in Wien

“Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk”. Ausstellung in München.

“Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk”. Ausstellung in München.

“Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk”. Ausstellung in München.Jean Paul Gaultier gilt als das enfant terrible unter den Modemachern. Auch wenn Haute Couture für den Ottonormalverbraucher immer schon die Aura des Untragbaren verströmte und selbst Prêt-à-Porter einigen Mut erforderte, lassen und ließen die Entwürfe eines Karl Lagerfeld oder Yves Saint-Laurent noch erahnen, was davon Eingang in die Alltagsmode finden wird.

Jean Paul Gaultier (geb. 1952) schert sich darum wenig. Er stellt grundsätzlich alles in Frage: Gesellschaftliche Rollen und Modekonventionen durchbricht er mit avantgardistischen Modellen, verarbeitet Federn, Tierhaut, Kristalle, Metalldosen oder Gummi in seinen Entwürfen. Berühmt wurden seine Männerröcke, aber auch das Korsett, das Popsängerin Madonna 1990 trug oder seine Filmkostüme Weiterlesen »“Jean Paul Gaultier: From the Sidewalk to the Catwalk”. Ausstellung in München.

„Piet Mondrian. Die Linie“. Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin.

„Piet Mondrian. Die Linie“. Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin.

„Piet Mondrian. Die Linie“. Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin.Er gilt als Mitbegründer der abstrakten Malerei: Piet Mondrian (1872 – 1944). Sein prägendes Motiv ist die Linie als Mittel, ein Bild in Flächen zu teilen. Dabei malte der Niederländer um 1900 zunächst im impressionistischen Stil der Haager Schule. Ab 1905 begann er zu experimentieren, probierte Maltechniken und –stile. Je nach Licht wählte er den impressionistischen oder fauvistisch-expressionisten Stil. Der Kubismus beeinflusst ihn. Immer stärker galt sein Interesse dem bildlichen Organisieren und Strukturieren von Flächen. Doch obwohl Piet Mondrian rund um die Welt ausstellte, verdiente er sein Geld weiterhin mit dem Malen von Blumenaquarellen. Gleichzeitig reduzierte er die Flächenbildung in seinen Bildern mehr und mehr auf Linien und Gitter, was dazu führte, Weiterlesen »„Piet Mondrian. Die Linie“. Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin.

„Imagine – John Lennon. Musiker, Poet, Zeichner, Aktivist“. Ausstellung im Ernst Barlach Museum in Wedel

„Imagine – John Lennon. Musiker, Poet, Zeichner, Aktivist“. Ausstellung im Ernst Barlach Museum in Wedel

„Imagine – John Lennon. Musiker, Poet, Zeichner, Aktivist“. Ausstellung im Ernst Barlach Museum in WedelAls John Lennon am 8. Dezember 1980 erschossen wurde, war die Welt entsetzt: Mit erst 40 Jahren starb nicht nur ein weltbekannter Musiker, der mit den Beatles Geschichte geschrieben, sondern auch ein Mann, der sich die Jahre zuvor für eine Welt in Frieden engagierte hatte.

35 Jahre nach seinem Tod widmet das Ernst Barlach Museum in Wedel dem Mann aus Liverpool nun eine Ausstellung. Anhand von Songtexten, Objekten, Weiterlesen »„Imagine – John Lennon. Musiker, Poet, Zeichner, Aktivist“. Ausstellung im Ernst Barlach Museum in Wedel

10 Jahre Museum Marta Herford. Zeitgenössische Kunst, Architektur und Design

10 Jahre Museum Marta Herford. Zeitgenössische Kunst, Architektur und Design

10 Jahre Museum Marta Herford. Zeitgenössische Kunst, Architektur und Design
Courtesy Marta Herford © Helmut Claus

Zeitgenössische Kunst, Architektur und Design – das ist das Museum Marta Herford. Ein Zeichen wollte man setzen, anno 1996. Als bedeutsamer Standort der Möbel- und Bekleidungsindustrie im 20. Jahrhundert, fehlte der Region ein Mittelpunkt, ein Markenzeichen, um diesem Erbe ein Denkmal zu setzen. Die Konzeption des Museums begann: Neben dem Fokus auf die Vermittlung von zeitgenössischer Kunst und ihre Fragen an die Gesellschaft mit besonderem Blick auf Architektur und Design, sollten die traditionellen Aufgaben eines Museums ebenfalls nicht zu kurz kommen: Sammeln, Bewahren und Forschen.Weiterlesen »10 Jahre Museum Marta Herford. Zeitgenössische Kunst, Architektur und Design

Ausstellung: „Heinz Erhardt. Privater!“

Ausstellung: „Heinz Erhardt. Privater!“

Ausstellung: „Heinz Erhardt. Privater!“
Ehrung zum 100. Geburtstag durch eine Sonderbriefmarke der Deutschen Post AG, im Jahre 2009

Er brachte Wirtschaftswunderdeutschland zum Lachen wie kaum ein anderer: Heinz Erhardt. Geboren 1909 in Riga, kam er 1938 – nach einigem Hin und Her zwischen Hannover und seiner Geburtsstadt – zunächst nach Berlin. Nach dem Krieg ließ er sich mit seiner Familie in Hamburg nieder, arbeitete als Radiomoderator. Ab 1957 begann sein Erfolg als Komiker, der vor allem durch seine Wortspielereien Begeisterung auslöste und durch seine Filme wie „Witwer mit fünf Töchtern“ oder „Immer die Radfahrer“ von einem breiten Publikum geliebt wurde. Am Ende starb er 70-jährig, gezeichnet von einem jahrelangen Martyrium nach einem Schlaganfall, nach dem er nicht mehr sprechen und schreiben konnte.Weiterlesen »Ausstellung: „Heinz Erhardt. Privater!“

„Frauensache. Wie Brandenburg Preußen wurde“. Ausstellung im Schloss Charlottenburg Berlin

„Frauensache. Wie Brandenburg Preußen wurde“. Ausstellung im Schloss Charlottenburg Berlin

„Frauensache. Wie Brandenburg Preußen wurde“. Ausstellung im Schloss Charlottenburg BerlinGroße Politik haben sie nicht gemacht. Auch wen sie heirateten, habe sie meist nicht selbst entschieden: Die Frauen der Herrscherhäuser. Und dennoch ging es nicht ohne sie, trugen sie doch entscheidend zur Machtsicherung und Gebietserweiterung bei. Durch geschickte Heiratspolitik, Einforderung von Erbschaften oder kommunikative Fähigkeiten schöpften sie in bescheidenem Maß ihren engen Handlungsspielraum aus und waren damit immer wieder Garant für strategische Allianzen.

Im Schloss Charlottenburg kann man diese nicht zu unterschätzende Rolle der Frau derzeit nachvollziehen: Vor 600 Jahren wurde Weiterlesen »„Frauensache. Wie Brandenburg Preußen wurde“. Ausstellung im Schloss Charlottenburg Berlin

Leben und Werk der Brüder Grimm: Die Grimmwelt in Kassel

Leben und Werk der Brüder Grimm: Die Grimmwelt in Kassel

Leben und Werk der Brüder Grimm: Die Grimmwelt in KasselDie Brüder Grimm waren zeitlebens unzertrennlich. Jacob (1785 – 1863) und Wilhelm (1786 – 1859) verloren früh ihren Vater. Die Mutter schickte ihre Söhne daraufhin nach Kassel, damit sie eine gute Ausbildung bekamen. Das Vorhaben klappte hervorragend. Jakob wurde nicht nur der gewünschte Rechtsgelehrte, beide widmeten sich neben ihren Berufen – Wilhelm schlug eine Laufbahn im Bibliothekswesen ein – auch leidenschaftlich der deutschen Sprache sowie dem Märchen- und Volksgut. Mit ihrer Arbeit gelten sie als Gründer der Germanistik. Rund drei Jahrzehnte blieben die Brüder in der Stadt, lebten zusammen in einem Haus, eine Zeitlang auch, bis zu deren Heirat, mit ihrer Schwester Charlotte. Erst 1825 heiratete auch Weiterlesen »Leben und Werk der Brüder Grimm: Die Grimmwelt in Kassel