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Operette: „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán am Staatstheater Cottbus

Gesine Forberger (Gräfin Mariza) und Alexander Geller (Graf Tassilo) © Marlies Kross
Gesine Forberger (Gräfin Mariza) und Alexander Geller (Graf Tassilo)
© Marlies Kross

Seine Musik ist mitreißend, sein Gemüt war eher melancholisch bis depressiv: Emmerich Kálmán, 1882 in Ungarn geboren und 1953 in Paris gestorben, gehörte neben Franz Léhar zu den bedeutendsten Komponisten der so genannten „Silbernen Operettenära“ (zur goldenen gehörten etwas früher u.a. Strauß und Suppé).

Obwohl er mit einem Jurastudium begann, schrieb sich Kálmán parallel in der Kompositionsklasse von Hans Koessler an der Landesmusikakademie Budapest ein, wo keine geringeren wie Béla Bartók, Viktor Jacobi und Albert Szirmai seine Kommilitonen waren. Schnell stellte sich der musikalische Erfolg ein. Nachdem er 1908 von Budapest nach Wien übergesiedelt war, entstanden seine bekanntesten Operetten „Die Csardásfürstin“, „Gräfin Mariza“ und „Die Zirkusprinzessin“. Als Jude musste Weiterlesen »Operette: „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán am Staatstheater Cottbus

Zwei Minuten und 55 Sekunden mit ... Tina Dico

Zwei Minuten und 55 Sekunden mit … Tina Dico

Zwei Minuten und 55 Sekunden mit ... Tina Dico
Foto: Tina Dico

Geboren 1977 im dänischen Aarhus, spielte Tina Dico, die in ihrer Heimat unter ihrem richtigen Namen Dickow auftritt, mit 15 Jahren erstmals in einer Band. Es folgten ein Fernsehauftritt, ein abgebrochenes Religionsstudium, Talentwettbewerbe, diverse Auszeichnungen und schließlich – trotz verschiedener Angebote – eine eigene Plattenfirma. 2002 ging die Sängerin nach London, seit ca. zwei Jahren Weiterlesen »Zwei Minuten und 55 Sekunden mit … Tina Dico

Neu im Kino: „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“

Neu im Kino: „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“

Neu im Kino: „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“Als ihr Kind stirbt, bricht für Eleanor eine Welt zusammen. Nach einem Selbstmordversuch zieht sie zu ihren Eltern (William Hurt, Isabelle Huppert) und der allein erziehenden Schwester. Nur schwerlich wagt Eleanor irgendwann wieder ein paar Schritte hinaus in die Welt. Sie möchte ihr Leben grundlegend ändern, geht wieder aufs College, wo eine eigeninnige Dozentin ihr beisteht. Ihrem Mann Connor gelingt es kaum, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Auch ihm bleibt schließlich nur, sich den wenigen Menschen zuzuwenden, die ihm noch bleiben: Weiterlesen »Neu im Kino: „Das Verschwinden der Eleanor Rigby“

Ausstellung: „German Pop“ in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt

Ausstellung: „German Pop“ in der Schirn Kunsthalle in FrankfurtAndy Warhol, Roy Lichtenstein und als Vorläufer Robert Rauschenberg – das sind die Namen, die gemeinhin mit Pop Art verbunden werden, eine Kunstrichtung, die sich vor allem in den USA in den fünfziger Jahren als bewusste Abkehr vom abstrakten Expressionismus definierte und in den sechziger Jahren Hochkonjunktur hatte. Weiterlesen »Ausstellung: „German Pop“ in der Schirn Kunsthalle in Frankfurt

Konzert: Goira Feidman, der Meister des Klezmer, auf Tournee

Konzert: Giora Feidman, der Meister des Klezmer, auf Tournee

Konzert: Goira Feidman, der Meister des Klezmer, auf Tournee
Giora Feidman 2009

Aufgewachsen ist Giora Feidman in Buenos Aires. Als Sohn von jüdischen Immigranten 1936 in Argentinien geboren, kam Giora Feidman zunächst vor allem mit jiddischen Liedern in Kontakt, die ihm die Mutter vorsang, später auch mit der Musik von Franz Schubert. Er lernt Klarinette und hat bereits mit 18 Jahren eine feste Anstellung an der renommiertesten Opernbühne Südamerikas, dem Teatro Colon.

1956 zieht er, mit einem Vertrag für das Israel Philharmonic Orchestra im Gepäck, nach Israel. 18 Jahre wird er dort bleiben, mit dem Orchester um die Welt reisen und unter weltberühmten Dirigenten wie Leonard Bernstein, Karl Münch, Raffael Kubelik, John Barbirolli und Eugene Ormandy sowie Zubin Mehta spielen.

Erst in den Weiterlesen »Konzert: Giora Feidman, der Meister des Klezmer, auf Tournee

Neu im Kino: „Höhere Gewalt"

Neu im Kino: „Höhere Gewalt“

Neu im Kino: „Höhere Gewalt"Als die Lawine auf die Terrasse des Gipfelrestaurants zurast, greift Mutter Ebba nach den Kindern und Vater Thomas ergreift – die Flucht, um sich und das Mobiltelefon zu retten. Dieser Moment des Im-Stich-Lassens verändert das Zusammenleben der Familie fundamental. Zwar ist nichts geschehen – die Lawine kam rechtzeitig zum Stillstand – aber das Gefüge von Vater, Mutter, Kinder hat Risse bekommen. Kann Ebba ihrem Mann noch vertrauen, der vor Angst aufspringt und davonläuft? Thomas bestreitet dies, sagt, er habe die Situation nur anders erlebt. Doch der Schock sitzt tief: Thomas muss sich als Vater und Ehemann neu behaupten und nicht nur Vertrauen zurückgewinnen, sondern auch sein eigenes Ego samt Männlichkeit wiederherstellen, bevor die Familie zu explodieren droht.Weiterlesen »Neu im Kino: „Höhere Gewalt“

Ausstellung: "Ralf König: Echte Kerle!" im Wilhelm Busch Museum Hannover

Ausstellung: „Ralf König: Echte Kerle!“ im Wilhelm Busch Museum Hannover

Ausstellung: "Ralf König: Echte Kerle!" im Wilhelm Busch Museum HannoverDie Nasen seien größer als die Penisse, also seien die Zeichnungen von Ralf König Kunst. So entschied die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften in Bonn 1993, und damit war der Versuch des Bayerischen Jugendamtes, die Comics des schwulen Künstlers auf den Index setzen und verbieten zu lassen, gescheitert.

Ralf König, 1960 in Soest/Westfalen geboren, setzt sich in seinen Geschichten immer wieder gegen Vorurteile gegen Homosexuelle ein. Mit „Der bewegte Mann“ im Jahr 1987 gelang ihm erstmals ein Publikumserfolg auch jenseits der Homosexuellenszene. Die Verfilmung mit Katja Riemann, Till Schweiger und Joachim Król in den Hauptrollen machte den Comic endgültig salonfähig. Weiterlesen »Ausstellung: „Ralf König: Echte Kerle!“ im Wilhelm Busch Museum Hannover