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Literatur: „Ein Hauch von Lippenstift für die Würde“ von Henriette Schroeder

Literatur: „Ein Hauch von Lippenstift für die Würde“ von Henriette Schroeder

Literatur: „Ein Hauch von Lippenstift für die Würde“ von Henriette SchroederIst es wirklich möglich, dass das Festhalten an Schönheitsritualen dabei hilft, in Ausnahmesituationen seine Würde nicht zu verlieren und mit festem Blick dem Gegner gegenüber zu treten? „Ja“, sagt die Journalistin Henriette Schroeder. 23 Frauen hat sie befragt – KZ-Überlebende, Frauen, die in Gefängnissen saßen, von Diktaturen gepeinigt wurden, in Straflagern arbeiten mussten, in Kriege verwickelt waren – und erzählt dabei nicht nur über die Umstände, in denen Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller in Rumänien, Buchautorin Emily Wu in China oder auch Fernsehmoderatorin Edda Schönherz in der DDR im Widerstand lebten, sondern vor allem über die Macht des eigenen Ausdrucks und die Stärke, die daraus erwächst. So benutzten Insassinnen Weiterlesen »Literatur: „Ein Hauch von Lippenstift für die Würde“ von Henriette Schroeder

Neu im Kino: "Titos Brille"

Neu im Kino: „Titos Brille“

Neu im Kino: "Titos Brille"Mit ihrem autobiographischen Roman „Titos Brille“ landete Adriana Altaras vor einigen Jahren einen Bestseller. Geboren als Tochter eines Partisanenpaares, das mit Tito gegen die Nazis kämpfte, wurde sie als Dreijährige nach Italien geschmuggelt und kam als Siebenjährige 1967 nach Gießen, wo ihr Vater als Radiologe arbeitete und berühmt wurde. Die Mutter war Architektin. Inzwischen selbst verheiratet mit einem Katholiken aus Westfalen und Mutter von zwei Söhnen, stößt die Jüdin Altaras im Nachlass ihrer Eltern nicht nur auf 40 Jahre Hinterlassenschaft inWeiterlesen »Neu im Kino: „Titos Brille“

Konzert: Nils Landgren "Christmas with my friends"

Konzert: Nils Landgren „Christmas with my friends“

Konzert: Nils Landgren "Christmas with my friends"Er wird „The Red Horn“ genannt, wegen seiner roten Posaune. Der Schwede Nils Landgren zählt zu den erfolgreichsten europäischen Jazzmusikern. Seine Nils Landgren Funk Unit hatte ihren Durchbruch beim JazzBaltica Festival 1994, das Debütalbum ein Jahr später machte den Musiker auch international bekannt. Bis heute fehlt der Schwede auf keinem Jazzfestival, er sang und tanzte sich durch das erfolgreiche schwedische Bühnenstück „Skål“, spielte für Herbie Hancock und ABBA und ehrte das Erfolgsquartett mit „Funky ABBA“ auf seine Art, beschäftigt sich mit traditionellem schwedischem Liedgut, spielt mit internationalen Big Band, leitet seit 2012 das JazzBaltica und unterrichtetWeiterlesen »Konzert: Nils Landgren „Christmas with my friends“

Neu im Kino: "Winterschlaf"

Neu im Kino: „Winterschlaf“

Neu im Kino: "Winterschlaf"In der kargen, aber wuchtigen Berglandschaft Kappadokiens, in Anatolien, betreibt der ehemalige Schauspieler Aydin ein kleines Hotel. Mit ihm wohnen seine deutlich jüngere Frau Nihal und seine frisch geschiedene Schwester Necla. Das Dorf schätzt ihn vor allem als Arbeitgeber und reichen Geber, dem man sich demütig nähern darf. Aydin genießt diesen Status, verbirgt sich hinter der schöngeistigen Fassade des Schauspielers doch ein eitler Zyniker, der seiner Umwelt mit Herablassung entgegentritt, sie kontrollieren will und der mit Argusaugen über seine Besitztümer wacht. Ein zermürbendes Verhalten, das während des kalten Winters in den anatolischen Bergen vor allem seine Frau zu spüren bekommt.Weiterlesen »Neu im Kino: „Winterschlaf“

Ausstellung: „RealSurreal“ im Kunstmuseum Wolfsburg

Ausstellung: „RealSurreal“ im Kunstmuseum Wolfsburg

Ausstellung: „RealSurreal“ im Kunstmuseum WolfsburgAls im 19. Jahrhundert die ersten Fotografien gemacht wurden, stritt die Kunstwelt noch darüber, ob diese neue Form der Wirklichkeitsablichtung die Realität tatsächlich so umfassend darstellen könne wie die Malerei. Eine Reaktion darauf war der so genannte Piktorialismus, in dem man die Fotografie streng nach Kriterien der Malerei ausrichtete, um ihr mehr künstlerische Aspekte zu verleihen.

Erst in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, entwickelte sich ein neuer Blick auf die Kunst der Fotografie. Die Technik verfeinerte sich, die Gesellschaft wurde moderner. Massenmedien und Werbung beförderten die Nachfrage nach Fotografien und veränderten auch die Sehgewohnheiten des Publikums. Und die Künstler probierten aus: Weiterlesen »Ausstellung: „RealSurreal“ im Kunstmuseum Wolfsburg