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Literatur

Literatur und Lesung: Ulrike Draesner „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“

Literatur und Lesung: Ulrike Draesner "Sieben Sprünge vom Rand der Welt" Krieg und Flucht – in Ulrike Draesners Roman „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“ müssen zwei Familien mit diesem Trauma fertig werden. Da ist zum einen die Familie um Simone Grolmann. 52 Jahre alt, angesehene Professorin, alleinerziehend mit Angst vor Schnee und ihr Vater Eustachius, 83 Jahre alt. Er war es, der 17 Jahre vor Simones Geburt mit seiner Mutter und dem behinderten Bruder Emil im Kriegsjanuar 1945 durch eine eiskalte Nacht stapft, mit Pappkoffern auf der Flucht im Breslauer Wald. Und da ist zum anderen die Familie Nienaltowski, Weiterlesen »Literatur und Lesung: Ulrike Draesner „Sieben Sprünge vom Rand der Welt“

Literatur: Peter Wawerzinek „Rabenliebe“

Literatur: Peter Wawerzinek "Rabenliebe"Warum hatte ihn damals seine Mutter in der DDR zurückgelassen, als sie in den Westen floh? 50 Jahre lang quälte Peter Wawerzinek diese Frage. Sie ließ ihn und seine Schwester in einer Rostocker Wohnung zurück, wo die verwahrlosten Kinder von Nachbarn gefunden wurden. Der kleine Junge wusste lange nichts von seiner Schwester. Stattdessen begann für ihn eine Odyssee durch Kinderheime und Pflegefamilien, bis ihn schließlich eine Lehrerfamilie adoptierte. Aber auch hier erlebte er nur Kälte und Distanz. Eine geplante Flucht als NVA-Soldat brach er im letzten Moment ab. Erst nach der Wende kann er seine leibliche Mutter in Baden-Württemberg ausfindig machen. Die Begegnung mit ihr und seinen acht Halbgeschwistern verläuft enttäuschend und bleibt die einzige.

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Literatur und Lesung: Susanne Schädlich: "Herr Hübner und die sibirische Nachtigall"

Literatur und Lesung: Susanne Schädlich „Herr Hübner und die sibirische Nachtigall“

Literatur und Lesung: Susanne Schädlich: "Herr Hübner und die sibirische Nachtigall"Es war üblich, dass sich die Gefangenen über Klopfzeichen austauschten: Name, Adresse. Sollte einer von beiden wieder herauskommen, konnte er die Angehörigen des anderen verständigen. Und so klopften sich 1948 auch der 21 Jahre alte Liberaldemokrat Dietrich Hübner und die 43 Jahre alte Operettensängerin und Schauspielerin Mara Jakisch Nachrichten zu. Ihn brachte sein politisches Engagement, ein Vergehen, dass die sich damals bereits formierende SED nicht dulden konnte, hinter Gittern, sie die Anschuldigung, für die westlichen Besatzungsmächte spioniert zu haben. Beide wurden sie zu 25 Jahre Arbeitslager verurteilt: er in Bautzen, sie kommt in den Gulag nach Sibirien. Als sie endlich wieder frei waren, kamen beide in die Bundesrepublik. Doch begegnet sind sich Dietrich Hübner und Mara Jakisch nie.Weiterlesen »Literatur und Lesung: Susanne Schädlich „Herr Hübner und die sibirische Nachtigall“

Marion Brasch Wunderlich fährt nach Norden

Literatur: Marion Brasch „Wunderlich fährt nach Norden“

Marion Brasch Wunderlich fährt nach NordenWunderlich ist 43 Jahre alt, sein Karriere als Bildhauer irgendwie missglückt und Marie hat ihn auch verlassen. Das fühlt sich nicht gut an. Und dann ist da noch Anonym. Der schickt ihm merkwürdige Nachrichten aufs Handy, scheint alles über Wunderlichs vergangenes und auch zukünftiges Leben zu wissen, und auch über das von anderen Menschen. Aber das kann Wunderlich nicht überprüfen.Weiterlesen »Literatur: Marion Brasch „Wunderlich fährt nach Norden“

Literatur: „Amandas Suche“, der erste Krimi von Isabell Allende

Literatur: „Amandas Suche“, der erste Krimi von Isabell Allende

Literatur: „Amandas Suche“, der erste Krimi von Isabell AllendeAmanda ist 17 Jahre alt und lebt in San Francisco. Ihre Mutter, Indiana, selbst erst 33 Jahre, ist der Star der Esoterikszene in der Hippie-Stadt, ihre Praxis für Reiki und Aromatherapie läuft gut. Der Papa – die Eltern sind längst geschieden – ist Chef des Polizeidezernats und derzeit mit einer Mordserie beschäftigt, die eine TV-bekannte Wahrsagerin vorhergesagt hat. Gemeinsam mit ihrem Großvater beginnt Amanda, selbst Nachforschungen in diesem Fall anzustellen. Unterstützung findet sie bei ihren Internetfreunden – einem Querschnittsgelähmten, einem Waisen mit einem IQ von 156 und einem Mädchen mit Esstörungen – mit denen sie regelmäßig das Computerspiel „Ripper“ spielt. Und plötzlich hat Amande mit ihren Freunden mehr als zu tun: Denn als Indiana verschwindet, wird es für die junge Frau ernst. Sie muss ihre Mutter retten.Weiterlesen »Literatur: „Amandas Suche“, der erste Krimi von Isabell Allende

Krimi auf dem Kahn: Franziska Steinhauer liest aus ihren Spreewaldkrimis

Krimi auf dem Kahn: Franziska Steinhauer liest aus ihren Spreewaldkrimis

Krimi auf dem Kahn: Franziska Steinhauer liest aus ihren Spreewaldkrimis
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Die Unterstellung sei erlaubt: Wenn man von Freiburg im Breisgau nach Cottbus kommt und dort nun schon rund 20 Jahre lebt, muss man wohl anfangen, Mordgeschichten zu schreiben. Franziska Steinhauer studierte Pädagogik mit den Schwerpunkten Psychologie und Philosophie, bevor sie sich vor 10 Jahren entschied, als freie Autorin zu arbeiten. Und die Ernsthaftigkeit ihrer Weiterlesen »Krimi auf dem Kahn: Franziska Steinhauer liest aus ihren Spreewaldkrimis

Fotografie: Nancy Baron „The Good Life. Palm Springs.“

Fotografie: Nancy Baron "The Good Life. Palm Springs."Erholungsort für die Reichen und Schönen, so würde Palm Springs in Kalifornien wahrscheinlich am ehesten beschrieben. Die amerikanische Fotografin Nancy Baron kam in den kleinen Ort zuerst als Touristin, bevor sie sich entschloss, sich zeitweilig dort niederzulassen. Und sie entdeckte ein Palm Springs, dass jenseits vom Glamour eher als kleinstädtischen Juwel glänzt, in dem manches Klischee zwar bestätigt wird, doch einige Ansichten auch revidiert werden müssen. Abseits des Mainstream ermöglicht Nancy Baron einen Blick in die Details des amerikanischen Wüstenorts.Weiterlesen »Fotografie: Nancy Baron „The Good Life. Palm Springs.“