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Zum Tod von Axel Neumann: Der Pionier der Füllermalerei

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Axel Neumann/ Foto: Max Helbig

Manche Künstler hinterlassen nicht nur Bilder, sondern einen eigenen Klangraum: eine Atmosphäre aus Licht, Stille und Aufmerksamkeit. Axel Neumann gehörte zu ihnen. Mit seinem Tod am 21. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit verliert die Kunstwelt einen außergewöhnlichen Künstler, warmherzigen Menschenfreund und visionären Erfinder der Füllermalerei.

Als Füllermaler entwickelte Neumann eine unverwechselbare Bildsprache: In unzähligen, oft nur ein bis zwei Millimeter kurzen Strichen schuf er mit Patronenfüller und selbst entwickelten, lichtechten Farben Werke von großer Präzision, Leuchtkraft und suggestiver Tiefe.

Neumanns Kunst entsprang einer besonderen inneren Schau. Das Malen verstand er als Versenkung und als Einladung an die Betrachtenden, die eigene Wahrnehmung zu öffnen. Seine Bilder sollten nicht allein gesehen, sondern erlebt werden – als stille, konzentrierte Räume für Licht, Farbe und Imagination. Seine zuletzt begonnene monumentale „6. Symphonie“, geplant als Werk aus 758 Tafeln, bleibt nun unvollendet. Doch Axel Neumanns Überzeugung, dass die schönen Künste Menschen berühren und ihr Leben verfeinern können, lebt in seinem Werk weiter.

Interview mit Axel Neumann

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