Zum Inhalt springen

Feuilletonscout

Neu im Kino: „Carol“ mit Cate Blanchett und Rooney Mara

Neu im Kino: „Carol“ mit Cate Blanchett und Rooney Mara

New York in den fünfziger Jahren. Gleichgeschlechtliche Liebe gilt als sittenwidriges Verhalten. Hier leben Theresa (Rooney Mara) und Carol (Cate Blanchett). Theresa träumt davon, Karriere als Set-Designerin am Theater zu machen, muss sich aber stattdessen als Verkäuferin in einem Warenhaus über Wasser halten und mit… Weiterlesen »Neu im Kino: „Carol“ mit Cate Blanchett und Rooney Mara

Feuilletonscout empfiehlt ...“Die Menschheit hat den Verstand verloren.“ Die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren

!Tipp: “Die Menschheit hat den Verstand verloren.“ Die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren

Feuilletonscout – Rezension

Feuilletonscout empfiehlt ...“Die Menschheit hat den Verstand verloren.“ Die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren
Coverabbildung © Ullstein Verlag

Dieses Buch ist eine Entdeckung. Und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Dabei sind es eigentlich „nur“ Tagebücher. Aber sie entstanden nicht irgendwann, sondern sie decken die Kriegsjahre von 1939 bis 1945 ab. Und die Autorin heißt Astrid Lindgren.

Mit den Worten „Oh! Heute hat der Krieg begonnen“ beginnt die großartige Kinderbuchautorin ihre Aufzeichnungen am 1. September 1939. Silvester 1945 schließen sie mit den guten Wünschen „Ich wünsche mir selber ein gutes neues Jahr! Mir und den Meinen! Und möglichst auch der ganzen Welt, aber das ist vermutlich zu viel verlangt. Doch selbst wenn es vielleicht kein gutes neues Jahr werden kann, wird es vielleicht ein besseres neues Jahr“. Zwischen diesen beiden Einträgen liegen Jahre des Krieges, in denen Schweden wie eine Insel der Glückseligen vom Schlimmsten verschont bleibt. Zwar gab es auch hier Einschränkungen und Lebensmittelrationierungen, aber Astrid Lindgren kann es selbst kaum begreifen, dass es den Schweden trotz des europäischen Flächenbrandes verhältnismäßig gut geht. Ihr Mann, Sture, macht sogar Karriere, sodass sich die Familie den Umzug in eine größere Wohnung leisten kann.

Schwedisches Familienleben…

Als Astrid Lindgren anfing, ihre Kriegstagebücher zu schreiben, arbeitete sie Weiterlesen »!Tipp: “Die Menschheit hat den Verstand verloren.“ Die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren

Zwei Minuten und 22 Sekunden mit ... The Puppini Sisters

Zwei Minuten und 22 Sekunden mit … The Puppini Sisters

Zwei Minuten und 22 Sekunden mit ... The Puppini SistersThe Puppini Sisters lieben die vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts: die Musik, den Glamour, die Kleidung. Nachdem sie Jazzgesang und Performance am Trinity College of Music in London studiert hatte, wollte Marcella Puppini eigentlich nur Songs der Andrew Sisters nachsingen. Sie rief ihre alten Studienkolleginnen an. Das war 2004. The Puppini Sisters waren gegründet.

Inzwischen liegt das dritte Album „Hollywood“ vor.Weiterlesen »Zwei Minuten und 22 Sekunden mit … The Puppini Sisters

Neu im Kino: „Dorf der verlorenen Jugend“

Neu im Kino: „Dorf der verlorenen Jugend“

Neu im Kino: „Dorf der verlorenen Jugend“Dave wird Polizeichef im kleinen walisischen Ort Bridgend. Die ehemalige Bergarbeitergemeinde trifft eine mysteriöse Selbstmordwelle: Teenager hängen sich auf, ohne einen Abschiedsbrief zu hinterlassen. Doch Dave tut sich schwer mit seiner neuen Aufgabe. Seine Tochter Sarah hingegen freundet sich Schritt für Schritt mit einer Gruppe Gleichaltriger an, die im Wald und im Internet Gedenkrituale für die Toten abhalten. Sie verliebt sich in den schüchternen Jamie und ist bald selbst gefährdet.

Das Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Jeppe Rønde beruht auf wahren Tatsachen: In den Jahren 2007 bis 2012 brachten sich 79 Personen in Bridgend um. Jeppe Rønde beschäftigte sich sechs Jahre mit den merkwürdigen Todesfällen und den Jugendlichen des Ortes, bevor er das Drehbuch schrieb.Weiterlesen »Neu im Kino: „Dorf der verlorenen Jugend“

„Zuhause ist ein fernes Land. Fotografien von Gundula Schulze Eldowy“. Ausstellung in Leipzig

„Zuhause ist ein fernes Land. Fotografien von Gundula Schulze Eldowy“. Ausstellung in Leipzig

Sie zeigt eine Welt jenseits der des schönen, bunten Sozialismus, die die Oberen der DDR gern in der Öffentlichkeit propagierten. Gundula Schulze Eldowy, geboren 1954 in Erfurt, fotografierte, was im Verborgenen blieb: Menschliches, Alltägliches, Skurriles, Befremdliches, Leben und Tod. Sie besuchte Arbeits- und Wohnstätten und… Weiterlesen »„Zuhause ist ein fernes Land. Fotografien von Gundula Schulze Eldowy“. Ausstellung in Leipzig

Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig

Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig

Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig
Auf dem Bild: Marta Górnicka und Ensemble | © Volker Beinhorn

Sie schreien, flüstern, sprechen, singen – die 23 Mitglieder des Chores, die derzeit mit „M(other) Courage“ am Theater Braunschweig auf der Bühne stehen. Sie sind Ensemblemitglieder des Theaterhauses, Schauspielstudentinnen aus Hannover und Bürgerinnen und Bürger aus und um Braunschweig, die Regisseurin Marta Górnicka in mehreren Castings auswählte.

Górnicka gewann bereits 2012 mit „Magnificat“ beim europäischen Festival für junge Regie »Fast Forward« mit einem Chorstück. Und sie bleibt sich treu, holt den Chor auf die Theaterbühne zurück. Pur, in Straßenkleidung, ohne Bühnenbild. Bei ihren Stücken sucht Weiterlesen »Theater: „M(other) Courage“ am Staatstheater Braunschweig

Neu im Kino: „Dämonen und Wunder“

Neu im Kino: „Dämonen und Wunder“

Neu im Kino: „Dämonen und Wunder“Drei Kriegsflüchtlinge aus Sri Lanka bilden eine „Notfamilie“, um in einem Pariser Vorort unter falscher Identität Unterschlupf zu finden: der traumatisierte Ex-Soldat Dheepan, die Tamilin Yalini und „Tochter“ Illayaal. Mühsam kämpfen sich die drei durch den Alltag, der von der zunehmenden Kriminalität im Viertel erschwert wird. Als Dheepan in Konflikt mit dem örtlichen Bandenchef gerät, eskaliert die Gewalt.

Der Film des für seinen Alltagsrealismus bekannten Regisseurs Jacques Audiard gewann bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes die Goldene Palme. Audiard besetzte seinen Film mit Laiendarstellern, die das Gezeigte in Teilen selbst erlebten, so z.B. Hauptdarsteller Jesuthasan Antonythasan, der als Kindersoldat in Sri Lanka kämpfte, Weiterlesen »Neu im Kino: „Dämonen und Wunder“

Literatur ohne Worte: Marc-Antoine Mathieu „Richtung“

Literatur ohne Worte: Marc-Antoine Mathieu „Richtung“

Literatur ohne Worte: Marc-Antoine Mathieu „Richtung“Ein Buch ganz ohne Worte. Ein Comic? Eine Graphic Novel? Irgendwie ja, irgendwie nein. Der französische Zeichner Marc-Antoine Mathieu begleitet einen Mann durch eine labyrinthische Welt. Was gibt ihm Lebenssinn? Wohin treibt es ihn? Er folgt Richtungspfeilen und Hinweisen durch die Leere des Seins.

Marc-Antoine Mathieu veröffentlichte sein erstes Buch „Paris-Mâcon“ 1987 gemeinsam mit seinem Bruder Jean-Luc. 1989 begann er seine preisgekrönte Reihe um Corentin Acquefacques, einem Angestellten im Ministerium für Humor. Daneben entstanden immer wieder Einzelbände.Weiterlesen »Literatur ohne Worte: Marc-Antoine Mathieu „Richtung“