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Feuilletonscout

Literatur: Werner Busch „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“

Literatur: Werner Busch „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“

Literatur: Werner Busch „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“Er maß nur 1,40m und war Autodidakt: Adolph Menzel, 1815 in Breslau geboren und 1905 in Berlin gestorben, wurde trotzdem ein ganz Großer seiner Zeit. Durch den Auftrag, Illustrationen für ein mehrbändiges Werk zur Geschichte Friedrichs des Großen anzufertigen, gelang Adolph Menzel 1839 der künstlerische Durchbruch. Fortan war die Zeit Friedrich des Großen sein Sujet, ohne jedoch die Herrscher zu verherrlichen, was ihm die Kritik des preußischen Königshauses einbrachte. Waren es zunächst historische Ereignisse – berühmt geworden ist das Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci – die er in seinen Bildern festhielt, verlegte er sich mit der Zeit auf aktuelle Themen, in denen er die Wirklichkeit schonungslos abbildete und die ihm nicht nur das Attribut des bedeutendsten deutschen Realisten des 19. Jahrhunderts einbrachten, sondern auch bereits zu Lebzeiten zahlreiche Ehrungen.Weiterlesen »Literatur: Werner Busch „Adolph Menzel. Auf der Suche nach der Wirklichkeit“

Neu im Kino: „Anomalisa“. Puppenanimation von Charlie Kaufman

Neu im Kino: „Anomalisa“. Puppenanimation von Charlie Kaufman

Neu im Kino: „Anomalisa“. Puppenanimation von Charlie KaufmanMit „Being John Malkovich“ wurde Charlie Kaufman bekannt, für „Vergiss mein nicht“ erhielt er 2005 den Oscar für das beste Originaldrehbuch und nun, 2016, setzt er wieder neue Maßstäbe, um seine Filmvisionen zwischen Traumwelt und Wirklichkeit auf die Leinwand zu bringen.

„Anomalisa“ ist ein Puppenfilm, produziert im Stop-Motion-Verfahren. 10 Jahre, so der Regisseur, habe er daran gearbeitet, allein die Liebesszene soll sechs Monate gedauert haben. Die Figuren entstanden überwiegend in aufwändiger Handarbeit und im 3-D-Drucker.

Die Hauptfigur ist Michael, ein Motivationstrainer und Bestsellerautor, der auf dem Weg nach Cincinnati ist, um ein Seminar zu geben. Doch steckt er selbst in einer tiefen Krise: unmotiviert, des Reisens müde und unglücklich verheiratet, geht er Weiterlesen »Neu im Kino: „Anomalisa“. Puppenanimation von Charlie Kaufman

Musikalische Lesung: „Paare“ mit Nina Hoger und dem Ensemble Noistren

Musikalische Lesung: „Paare“ mit Nina Hoger und dem Ensemble Noistren

„Paare“ lautet die Überschrift des Abends, und damit sind nicht immer nur Frau und Mann und ihre Alltäglichkeiten in der Beziehung gemeint. Da hört man auch schon mal von einem Kellner, der nach 35 Jahren im Job und tadelloser Arbeit plötzlich einem kleinen Jungen erlaubt,… Weiterlesen »Musikalische Lesung: „Paare“ mit Nina Hoger und dem Ensemble Noistren

Neu im Kino: „Der Bunker“

Neu im Kino: „Der Bunker“

Neu im Kino: „Der Bunker“Ein Wald, ein einsamer, unterirdischer Bunker und ein sonderbares Ehepaar, das seinen seltsam erwachsen wirkenden, achtjährigen Sohn zu Hause unterrichtet. Hier mietet sich ein Student ein, um ungestört an seinen wissenschaftlichen Studien arbeiten zu können. Der Ort scheint perfekt für den jungen Mann. Als das Ehepaar ihn bittet, ihrem Sohn (gespielt vom 30-jährigen Daniel Fripan) Nachhilfeunterricht zu geben, damit dieser eine umfassend gebildete Persönlichkeit wird, die einmal US-Präsident werden soll, entwickelt der Student eine besondere Beziehung zu dem Jungen. Gleichzeitig häufen sich die merkwürdigen Vorkommnisse in der fensterlosen Behausung. Immer stärker eingewickelt in ein fragwürdiges familiäres Beziehungsgeflecht, wagen der Student und sein Schüler den Aufstand gegen die Ansprüche der Eltern.

„Der Bunker“ istWeiterlesen »Neu im Kino: „Der Bunker“

Literatur: Johannes Bobrowski „Levins Mühle“

Literatur: Johannes Bobrowski „Levins Mühle“

Literatur: Johannes Bobrowski „Levins Mühle“Es ist das Jahr 1874. In einem kleinen westpreußischen Ort in der Nähe von Thorn, in Neumühl am Unterlauf der Weichsel, hat der deutsche Großvater des Erzählers, ein Mühlenbesitzer, das Wasser gestaut und anschließend die Mühle seines Konkurrenten, des polnischen Juden Leo Levin weggespült. Der Großvater meint, damit ein „natürliches Recht“ auszuüben. Doch Levin lässt sich das nicht gefallen und zieht vor Gericht. Und hier kann der Leser nun den verschiedenen Lagern und den Geschichten des kleinen Ortes folgen, erzählt von geschwätzigen und schweigsameren Menschen, inmitten einer Landschaft, die umgeben ist von Wiesen, Wäldern und Flüssen, und wo Tiere zum Leben der Menschen gehören. Menschen, die unterschiedlicher kaum sein können, treffen hier dochWeiterlesen »Literatur: Johannes Bobrowski „Levins Mühle“

Oper: „Salomé“ von Richard Strauss an der Oper Stuttgart

Oper: „Salomé“ von Richard Strauss an der Oper Stuttgart

Oper: „Salomé“ von Richard Strauss an der Oper StuttgartDie Wiener Staatsoper verwehrte Gustav Mahler die Aufführung der „Salomé“ von Richard Strauss, die im Dezember 1905 an der Dresdner Hofoper uraufgeführt wurde. Die Wiener Zensur lehnte die zeitgleiche Aufführung ab. Die Handlung sei zu sittenwidrig und abstoßend für die Hofbühne.

Strauss hatte auf Wunsch des Wiener Dichters Anton Lindner den 1891 von Oscar Wilde verfassten Roman „Salomé“ in eine Oper gebracht, und ihr Stoff ist wahrlich nicht ohne: Salomé, Tochter der Herodias, nimmt an einem Festgelage teil, das sie überstürzt verlässt, weil sie die lüsternen Blicke ihre Stiefvaters Herodes nicht mehr erträgt. Draußen hört sie die Wehklage des inhaftierten Johannes des Täufers. Mit weiblicher List erreicht sie Weiterlesen »Oper: „Salomé“ von Richard Strauss an der Oper Stuttgart

Neu im Kino: „Suite française – Melodie der Liebe“ nach dem Roman von Irène Nemirovsky

Neu im Kino: „Suite française – Melodie der Liebe“ nach dem Roman von Irène NemirovskyFünf Kapitel hätten es werden sollen, nach zweien – es war der 13. Juli 1942 – wurde Irène Némirovsky in Issy-l’Évêque verhaftet und nach Auschwitz deportiert, wo sie nur wenige Tage später an Typhus starb. Das unvollendete Manuskript überstand den Krieg unbeschadet im Koffer der Töchter von Irène Nemirovsky. Erst rund 60 Jahre später entdeckte man den angefangenen Roman und veröffentlichte die beiden Kapitel unter dem Namen „Suite française“ im Jahr 2005.

Nun hat sich der britische Regisseur Saul Dibbs sich des zweiten Kapitels des Romans angenommen und die Liebesgeschichte zwischen einer jungen Französin, deren Mann an der Front ist, und einem deutschen Wehrmachtsoffizier, der 1940 in dem kleinen Ort Bussy stationiert wird, verfilmt. Der feingeistige Weiterlesen »Neu im Kino: „Suite française – Melodie der Liebe“ nach dem Roman von Irène Nemirovsky

Ein Moment mit ... der türkischen Pianistin AyseDeniz

Ein Moment mit … der türkischen Pianistin AyseDeniz

Feuilletonscout-Interview   Mit ihrem „Nirvana Project“ vereint sie Klassik und Grunge Es kommt nicht häufig vor, dass Musiker aus dem Bereich der Klassik auch gern elektrische Gitarre gelernt hätten und mit Bearbeitungen von Songs der britischen Rockband Pink Floyd Klassik – und Rockfans einander näher… Weiterlesen »Ein Moment mit … der türkischen Pianistin AyseDeniz