Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Kalle Blomquist, Lotta, Karlsson vom Dach, die Kinder aus Bullerbü, Madita – für ihre Kinderbücher ist Astrid Lindgren weltberühmt. Die selbstbewusste Autorin, die den Vater ihres ersten Kindes (im Jahr 1926) nicht heiraten wollte, war fest entschlossen, ihren Sohn alleine groß zu ziehen. Dass sie ihn zunächst in einer Pflegefamilie unterbrachte, entsprach zwar nicht ganz diesem hehren Ziel, literarisch war es allerdings ein Glücksfall, gilt das Bild des einsamen, verlassenen kleinen Jungen doch immer wieder als Vorlage für die Kinder in ihren Romanen. Doch bis zu ihrem ersten Kinderbuch sollte es noch eine Weile dauern: 1931 heiratete sie doch noch (einen anderen Mann), holte den inzwischen fünfjährigen Sohn Lasse zu sich und ließ sich bis 1944 Zeit, um ihr erstes Kinderbuch, „Britt-Marie erleichtert ihr Herz“ zu schreiben.Weiterlesen »Literatur: Die Kriegstagebücher von Astrid Lindgren
Es war 1965, nach dem fünften Konzert während der dritten US-Tournee der Band, als Keith Richards in Clearwater nicht schlafen konnte und die berühmt gewordene Akkordfolge spielte, aufnahm und damit den Grundstein für den Welthit legte. „Satisfaction“ war der erste Number-One-Hit der Rolling Stones in den USA, in Großbritannien war er ihr vierter Song, der Platz eins der Charts belegte. Inhaltlich kritisiert die Band darin die zunehmende Kommerzialisierung und den Werbe-Terror, den die Briten in den USA als besonders stark erlebten.Weiterlesen »Feuilletonscout gratuliert….“Satisfaction“ von den Rolling Stones wird 50
Wir haben das Internet und Suchmaschinen, tragen beides mit Smartphone oder Tablet ständig mit uns herum – und dennoch kommt die neue Technologie nicht an ein Standardwerk in Buchform heran, das in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert. „Was blüht denn da?“ heißt es und umfasst über 870 Pflanzen, eingeteilt nach Blütenfarbe und immer noch gezeichnet. Mehr als 2.000 Zeichnungen von Pflanzen finden sich in dem Standardwerk, ergänzt mit Bestimmungsmerkmalen und möglichen Verwechslungsarten sowie weiteren rund 900 Detailzeichnungen von Blüten, Blättern, Früchten und Wurzeln.Weiterlesen »Ein Standardwerk wird 80: „Was blüht denn da?“
Lynn ist Zimmermädchen in einem Hotel. Sie arbeitet gern in ihrem Job, denn sie weiß: Sauberkeit ist wichtig für die Gäste. Das Schöne am Putzen, so meint sie, sei, dass es immer wieder dreckig werde. Doch die resolute Putzfee ist sie nicht. Lynn ist scheu und zurückhaltend, sehnt sich im Stillen nach Nähe. Heimlich durchstöbert sie die Habseligkeiten der Gäste, probiert deren Kleidung an, ist fasziniert vom Leben der anderen, legt sich sogar unter die Betten, um den Geräuschen und dem Leben im Zimmer heimlich zu folgen. Als sie dadurch eines Tages das Callgirl Chiara bei der Arbeit beobachtet, ist Lynn fasziniert. Und trifft eine Entscheidung.Weiterlesen »Neu im Kino: „Das Zimmermädchen Lynn“
Ein Gastbeitrag von Romy Campe von KUNSTLEBEN BERLIN MASCH und ich waren im Hamburger Bahnhof und haben uns einen Eindruck von der wirklich empfehlenswerten Ausstellung “Moby Dick” gemacht. Unbedingt hingehen! Das ist keine normale Ausstellung, sondern die Welt des Künstlers Michael Beutler, die Du hier… Weiterlesen »Ausstellung: Michael Beutler – Moby Dick im Hamburger Bahnhof
Auf einer kleinen Insel, die nach einem Hochwasser zurückgeblieben ist und die mitten im Grenzfluss liegt, der Georgien und die abtrünnige Provinz Abchasien trennt, errichten ein alter Mann und seine etwa sechzehnjährige Enkelin eine Hütte und bauen Mais an, immer mit der Gefahr, dass die… Weiterlesen »Neu im Kino: „Die Maisinsel“
Mit dem Jazz entdeckte sie den Variantenreichtum ihrer Stimme. Inzwischen komponiert die Sängerin auch selbst. Kürzlich erschien das Debütalbum „This is… von Barbara Barth, auf dem sechs Stücke aus ihrer Feder stammen.
Feuilletonscout: Sie haben sehr früh mit Musik angefangen. Wie haben Sie Ihre Liebe zur Musik, zum Gesang und schließlich zum Jazz entdeckt? Sie hatten zwar als Jugendliche Gesangsunterricht, aber begonnen hatten Sie ja zunächst mit einem Studium der Psychologie. Barbara Barth: Das ist eine etwas längere Geschichte. Ich bin nicht so den ganz geradlinigen Weg gegangen. Angefangen mit dem Singen habe ich bereits in der Kindheit im Kinderchor. Schon damals hatte ich den Wunsch, Gesangsunterricht nehmen zu können und nahm ihn dann auch bei der Lehrerin des Chores, als ich 14 Jahre alt war. Das habe ich einige Jahre gemacht. Nebenbei hatte ich auch Klavier- und Querflötenunterricht. Bei uns in der Familie hat jeder ein Instrument gelernt, das war ganz normal. Ich komme zwar aus einem ganz kleinen saarländischen Dorf, aber das wiederum ist sehr musikalisch. Ich habe dort in einem Orchester gespielt und in der Big Band gesungen, in der Schule war es dann die Schulband. So wurde es immer mehr, und gleichzeitig habe ich auch meine Stimme immer mehr entdeckt und gemerkt, dass ich damit ganz gut umgehen kann. Nach dem Abitur war ich aber noch nicht so weit, dass ich mir zugetraut hätte, etwas mit Musik zu machen, obwohl ich schon darüber nachgedacht hatte. Aber ich fand mich nicht gut genug. So habe ich angefangen, Psychologie in Trier zu studieren. Allerdings hatte ich auch dort wieder Gesangsunterricht. Und dieser Lehrer hat mit mir Jazz gemacht. Der Jazz war im ersten Moment also mehr ein Zufallsprodukt. Aber ich war dann schnell angesteckt und habe gemerkt, dass ich beim Jazz meine Stimme ganz anders benutzen kann. Ich habe auf einmal viel weicher gesungen, konnte entspannter singen und viel mehr bei mir sein. Ich hatte das Gefühl, ganz nah an dem zu sein, was ich fühle. Das hat mir total gut gefallen. Wenn ich andere Sachen gesungen habe, hatte ich immer das Gefühl, ich müsste ganz viel nach draußen gehen, immer sehr laut, sehr fürs Publikum präsent sein. Der Jazz passte viel besser zu mir.
Ich habe dann immer mehr in diese Richtung gearbeitet, habe erste Projekte gegründet und neben dem Studium ganz intensiv geübt. Ich hatte auch wieder angefangen, Jazz-Klavierstunden zu nehmen, habe in Combos gespielt und Workshops gemacht. Die Rückmeldungen waren schließlich so gut, dass ich überlegte, wie ich meine Musik mit dem Psychologiestudium verbinden könnte. Mir wurde dann klar, dass sich beides nicht verbinden lässt, wenn ich Musik so machen möchte wie es sich gut für mich anfühlt, wie es mir gefällt und wie man es machen muss, um besser zu werden. Immer wenn ich nach Workshops am Montag wieder an der Uni war, habe ich gemerkt, dass ich die Musik vom Wochenende gar nicht loslassen wollte. Irgendwann habe ich mich dann entschieden, mich an Hochschulen für ein Jazzstudium zu bewerben, Aufnahmeprüfungen zu machen und zu sehen, ob man mich nimmt. Da war ich allerdings schon im achten Semester Psychologie und musste nur noch die Diplomarbeit schreiben und eine Prüfung ablegen. Ich machte meinen Studienabschluss im April und im Mai hatte ich die Aufnahmeprüfung an der Folkwang UdK in Essen. Beides lief parallel und ging dann reibungslos ineinander über.
Feuilletonscout: Mit „This is…“ liegt seit kurzem Ihr Debütalbum vor. Waren Sie zum Erscheinungstag aufgeregt? Barbara Barth: An dem Datum konkret war ich nicht aufgeregt. Dass das Album im Januar 2015 veröffentlicht würde, stand ja schon im April 2014 fest. Es war dann zwischendurch immer wieder aufregend, wenn neue Schritte anstanden. Aber natürlich war es insgesamt sehr spannend.
Feuilletonscout: Wie war der Arbeitsprozess an dem Album? Barbara Barth: Mit meinem Quintett arbeite ich ja schon sehr lange, seit Ende 2011, zusammen. Letztendlich hat sich alles zu diesem Album hinentwickelt. Es war gar nicht so, dass ich gedacht habe: Okay, ich möchte eine CD machen. Welche Stücke brauche ich dafür? Welche Band? Das Album war einfach der nächste Schritt. Das Programm hat sich mehr und mehr entwickelt, ich habe immer häufiger auch eigene Stücke komponiert und Auftritte organisiert. So sind wir immer mehr zusammengewachsen. Im Rahmen meiner Abschlussarbeit hatten wir dann auch einen Studiotermin. Dort haben wir die Stücke aufgenommen, die da waren. Daraus ist dann die CD geworden.Weiterlesen »Ein Moment mit … Jazzsängerin Barbara Barth
Der Mai Im Galarock des heiteren Verschwenders, ein Blumenzepter in der schmalen Hand, fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders, aus seiner Kutsche grüßend, über Land. Es überblüht sich, er braucht nur zu winken. Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain. Blaumeisen flattern ihm… Weiterlesen »Eine Minute und 3 Sekunden mit … Erich Kästner (1899 – 1974) im Mai
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