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Feuilletonscout

30 Jahre Mosel Musikfestival

30 Jahre Mosel Musikfestival

30 Jahre Mosel MusikfestivalEs scheint Mode zu sein, klassische Konzerte landauf, landab im Ländlichen zu spielen, Scheunen, Kirchen, Klöster oder Weinkeller zu nutzen, um uns Zuschauern und – hörern ein ganz besonderes Musikerlebnis zu versprechen.

In diesem Jahr folgt auf einen musikalischen Sommer in Ostfriesland (s. Feuilletonscout vom 11. August 2015) nun das Mosel Musikfestival. Dabei existiert das eine wie das andere schon seit Jahrzehnten und erfreut sich Beliebtheit.

Vor 30 Jahren, 1985, Weiterlesen »30 Jahre Mosel Musikfestival

Neu im Kino: „Therapie für einen Vampir“ mit Tobias Moretti

Neu im Kino: „Therapie für einen Vampir“ mit Tobias Moretti

Neu im Kino: „Therapie für einen Vampir“ mit Tobias MorettiDer Graf von Közsnöm fühlt sich alt und müde. Die Ehe mit seiner Frau ist ihm ein Gräuel, leben die beiden doch schon eine Ewigkeit miteinander. Denn Geza von Közsnöm und seine Frau Elsa sind Vampire. Und sie, wie auch er, leiden nicht nur am Miteinander, sondern auch daran, nie ihr eigenes Spiegelbild gesehen zu haben. Im Wien der dreißiger Jahre begibt sich der Graf deswegen in die Hände eines erfahrenen Therapeuten: Kein geringerer als Siegmund Freud soll ihm aus seinem Stimmungstief helfen. Der berühmte Analytiker ahnt zunächst nicht, dass sein Patient ein Vampir ist und empfiehlt, den jungen Maler Viktor aufzusuchen. Seine Porträts, so Freud, drückten mehr aus als jedes Spiegelbild. Dort, im Atelier, trifft Graf von Közsnöm aber nicht nur Weiterlesen »Neu im Kino: „Therapie für einen Vampir“ mit Tobias Moretti

Operette: „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar an der Kammeroper Köln

Operette: „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar an der Kammeroper Köln

Operette: „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar an der Kammeroper Köln
© Kammeroper Köln

Sie ist schön und intelligent – und unglaublich reich. Denn das vermeintlich einfache Mädchen vom Lande – Hanna Glawari hatte es geschafft, einen reichen Banker zu heiraten, der noch in der Hochzeitsnacht das Zeitliche segnete. Nun stehen die Männer Schlange bei der jungen Witwe. Sie wollen an das große Geld, Hannas Esprit und Intelligenz hingegen interessieren sie nicht. Nur Graf Danilo – dem einst aus Standesgründen eine Ehe mit Hanna untersagt wurde – liebt die junge Frau, nicht ihr Geld. Doch aus Sorge, ebenfalls für einen Mitgiftjäger gehalten zu werden, offenbart er sich ihr nicht. Es bedarf erst einer amourösen Schleife, bis sich Hanna und Danilo glücklich in die Arme fallen dürfen.

Schmissige Melodien, erotischeWeiterlesen »Operette: „Die lustige Witwe“ von Franz Lehar an der Kammeroper Köln

Feuilletonscout empfiehlt ... Kabarettist Hagen Rether mit „Liebe“

!Tipp: Kabarettist Hagen Rether mit „Liebe“

 Rezension von Barbara Hoppe

Feuilletonscout empfiehlt ... Kabarettist Hagen Rether mit „Liebe“Er denkt Gesellschaftspolitisches radikal zu Ende, deckt das Skandalöse oder Widersprüchliche darin auf und spricht es auch aus. Hinter dem wunderschönen Programmtitel „Liebe“ verbirgt sich messerscharfe Kritik an allen großen Themen unserer Zeit: Religion, Massenmedien, Kapitalismus, Konsumismus, Massentierhaltung, Islamfeindlichkeit oder auch Globalisierung. Der Zuhörer lacht – und gleichzeitig bleibt ihm dieses Lachen im Halse stecken, zu tief geht die darin liegende Wahrheit, zu absurd klingt das Gesagte.Weiterlesen »!Tipp: Kabarettist Hagen Rether mit „Liebe“

Das Bachhaus in Eisenach. Noch mit Sonderausstellung "Bach in Berlin" bis November

Das Bachhaus in Eisenach. Noch mit Sonderausstellung „Bach in Berlin“ bis November

Das Bachhaus in Eisenach. Noch mit Sonderausstellung "Bach in Berlin" bis November„Alles das zu sammeln und aufzubewahren, was Johann Sebastian Bach und sein Lebenswerk angeht“ – so lautete der Auftrag im Jahr 1907 der Neuen Bachgesellschaft, als sie das Bach-Museum eröffnete. Der große Musiker war hier 1685 geboren und verbrachte seine ersten zehn Lebensjahre in der thüringischen Stadt, erhielt dort seinen ersten Musikunterricht und sang im Schulchor.

Neue Bachgesellschaft

Bereits 1850 gründete sich auf Initiative von u. a. Robert Schumann, Franz Liszt und dem damaligen Thomaskantor Moritz Hauptmann eine erste Bachgesellschaft mit dem Ziel, eine Gesamtausgabe mit Werken von Johann Sebastian Bach herauszubringen. Als dies 1900 geschafft war, löste sich die Gesellschaft satzungsmäßig auf, gründete sich aber unter dem Namen Neue Bachgesellschaft im selben Jahr neu.Weiterlesen »Das Bachhaus in Eisenach. Noch mit Sonderausstellung „Bach in Berlin“ bis November

Literatur und Lesung: Der neue Roman von Kazuo Ishiguro „Der begrabene Riese“

Literatur und Lesung: Der neue Roman von Kazuo Ishiguro „Der begrabene Riese“

Literatur und Lesung: Der neue Roman von Kazuo Ishiguro „Der begrabene Riese“Britannien im fünften Jahrhundert nach Christus. Die Römer haben sich zurückgezogen, die Angelsachsen sind noch nicht richtig angekommen und eine Minderheit unter den Einwohnern Britanniens, in dem jede Bevölkerungsgruppe um Vorherrschaft ringt. Das Land ist in einem Übergangsstadium, verwüstet durch Kämpfe, unheimlich und voller unbekannter Gefahren.

Hier leben Axl und Beatrice. Das Paar gilt in seinem Dorf als Außenseiter und ist dort nicht wohl gelitten. Sie beschließen, fortzuziehen und ihren Sohn zu suchen, den sie lange nicht gesehen haben. Eine phantastische, gefährliche Reise beginnt, während die beiden merken, dass in Britannien Veränderungen heraufziehen, die nicht nur für das Land, sondern auch für sie weitreichende Bedeutung haben werden.

Kazuo Ishiguro schrieb Weiterlesen »Literatur und Lesung: Der neue Roman von Kazuo Ishiguro „Der begrabene Riese“

Das Mahler Chamber Orchestra: Auftakt des Carl Nielsen Portraits beim Musikfest Berlin.

Das Mahler Chamber Orchestra: Auftakt des Carl Nielsen Portraits beim Musikfest Berlin.
Mahler Chamber Orchestra © Molina Visuals

Carl Nielsen, das Mahler Chamber Orchestra und das Musikfest Berlin – dies sind die drei Akteure, die am 9. September für eine deutsche Erstaufführung sorgen werden.

Carl Nielsen

Der Däne zählt zu den bedeutendsten Komponisten seines Heimatlandes. In diesem Jahr feiert er seinen 150. Geburtstag. Ein Anlass, ihn auch über die dänischen Grenzen hinaus zu ehren. So wird das Mahler Chamber Orchestra die 6. Symphonie „Sinfonia Semplice“ des großen Musikers, arrangiert für Kammerorchester von Hans Abrahamsen, während des Musikfestes Berlin spielen und damit für die deutsche Erstaufführung eines Werkes sorgen, das in den Jahren 1924-25 entstand und 1925 in Kopenhagen uraufgeführt wurde.

Ein Moment mit … dem Mahler Chamber Orchestra

Das Ensemble gründete sich 1997 unter Mithilfe von Claudio Abbado. Damals hatten ehemalige Mitgliedern des Gustav Mahler Jugendorchesters die Altersgrenze erreicht, wollten aber weiterhin zusammenspielen. 45 Mitglieder aus 20 Ländern zählt das Ensemble.

Feuilletonscout: Was macht das Besondere des Orchesters aus?
Mahler Chamber Orchestra: Wir haben dieses Orchester gegründet, um uns losgelöst von jeglicher Routine der Musik zu widmen und uns für Konzertreisen und besondere musikalische Projekte überall in der Welt zu treffen. Wir verstehen uns als ein „Nomadic Collective“ und folgen damit unseren Träumen. Auch dass wir demokratisch organisiert sind, unterscheidet uns stark von anderen Orchesterstrukturen. Unser Orchestervorstand wird aus den Musikern gewählt und arbeitet eng und kooperativ mit unserem Management zusammen; so hat jedes Orchestermitglied die Möglichkeit, Entscheidungen mitzubestimmen.

Feuilletonscout: Wie arbeitet man mit Künstlern aus 20 verschiedenen Ländern?
Mahler Chamber Orchestra: Indem jeder eine große Portion Neugier, Offenheit und natürlich Liebe zur Musik mitbringt. Internationalität gehört als elementarer Bestandteil mit zu unserer Kunst. Das Besondere und Spannende an unserem Orchester ist, dass wir nicht nur aus 20 verschiedenen Ländern stammen, sondern auch in 20 verschiedenen Ländern leben und uns für die Konzerte an ständig wechselnden Orten treffen. Jeder bringt seinen eigenen Erfahrungsschatz mit, kann ihn in das Orchester miteinbringen und gleichzeitig von den anderen lernen. Natürlich erfordern die vielen Reisen auch einen hohen logistischen Aufwand. Die Möglichkeiten der heutigen Kommunikations- und Transportmittel kommen uns dabei sehr entgegen. Des Weiteren haben wir ein erfahrenes Management-Team, das sich um diese Organisation kümmert und dem Orchester so den Rücken frei hält.

Feuilletonscout: Das Orchester ist rund 180 Tage im Jahr mit Proben, Konzerten und Education-Projekten weltweit unterwegs. Es finanziert sich ohne staatliche Förderung. Wie funktioniert so etwas?
Mahler Chamber Orchestra: Wir finanzieren uns durch unsere Engagements, ergänzt durch Unterstützungsbeiträge hauptsächlich von privaten Förderern. Mit unserer mobilen Arbeitweise ist diese Art der Finanzierung eine große Herausforderung, und wir sind auf Weiterlesen »Das Mahler Chamber Orchestra: Auftakt des Carl Nielsen Portraits beim Musikfest Berlin.